Universalgebäude der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
AUSLOBER
Freistaat Sachsen vertreten
durch SIB NL Dresden II

PROGRAMM
Labore, Lehre, Werkstätten, Büros, Seminar

BGF 18.000 qm
BWK 35.500.000 € brutto

LEISTUNG
1. Preis, Planungswettbewerb mit Bewerbungsverfahren RPW
LPh 2-9 HOAI

Rohdecan Architekten
mit INNIUS GTD,
IPN Laborprojekt

NACHHALTIGKEIT
BNB Zertifikat GOLD

2017

Der Neubau des Lehr- und Laborgebäudes der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden vollendet die orthogonale Struktur der bestehenden Campus-Architektur. Der L-förmige, viergeschossige Hauptbaukörper und die zweigeschossige Krone bilden einen kraftvollen Auftritt in der großmaßstäblichen städtebaulichen Textur an Strehlener Straße und Andreas-Schubert Straße. Während der Hauptbaukörper sich in seiner Geschossigkeit und städtebaulichen Setzung an der Grundhöhe des Campus orientiert, bildet die „Krone“ nicht nur einen städtebaulichen Akzent, sondern auch ein selbstbewusstes Gegenüber zur markanten Höhenentwicklung des Zentralgebäudes, ohne jedoch dessen Dominanz in Frage zu stellen. Die örtlichen Besonderheiten wie Leitungsführung und Bestandsanknüpfung werden im Neubau derart integriert dass sie, sowohl städtebaulich, als auch räumlich die vorhandenen Qualitäten aufgreifen und komplettieren. Die Anknüpfung an den Zentralbau im 3. Obergeschoss erfolgt durch ein Brückenbauwerk barrierefrei und ohne die Durchwegung des Campus zu stören.

Organisatorisch gilt es, die Anforderungen unabhängiger Institute in einem Gebäude bestmöglich zu strukturieren. Die Grundrissaufteilung folgt den Parametern Funktionalität, Flexibilität und Kommunikation. Während in einem breiteren Gebäudeflügel eine Dreibund-Struktur Lehr- und Laborräume untergebracht werden, dient die nördliche Zweibund-Struktur vorrangig einer veränderlichen Büronutzung. Grundsätzlich ist jede Arbeitsgruppe auf einem Geschoss untergebracht. Die Lehrkabinette im 5. OG bilden ein stützenfreies Raumkontinuum mit größtmöglicher Flexibilität. Die Ausstellungsflächen sind im Bereich der Haupttreppe mit Blick zur Stadt angeordnet. Hier schließt der Dachgarten an, der für besondere Anlässe sowie alltägliche Nutzungen eine neue Ebene im Campus eröffnet. Ein Belvedere erweitert hier das funktionale Portfolio.

Die opaken Brüstungselemente sind mit blauen und kupferfarbenen Photovoltaik-Dünnschichtzellen verkleidet. Die kompakte Bauweise, das daraus resultierende günstige AV Verhältnis und die effiziente Grundrissorganisation bieten wesentliche Grundparameter für eine gute Wirtschaftlichkeit. Mit einer nächtlichen Rückkühlung der Sichtbetondecken und massiven Bauteile, 
die über eine automatische Steuerung der
 Öffnungsflügel geregelt wird, der Wärmeschutzverglasung, einem außenliegenden Sonnen- und einem innenliegenden Blendschutz trägt das Gebäude den aktuellen Anforderungen an energieeffizientes Bauen Rechnung. Öffenbare Fenster in allen Räumen und in ausreichender Größe steigern die Raumluftqualität.

Die Technikzentralen für alle Gewerke und Medien befinden sich im Untergeschoss, so kann die 5. Fassade, die Dachfläche, frei von technischen Aufbauten sein. In Ergänzung zu den fassadenintegrierten Photovoltaikflächen tragen die solaraktiven Flächen auf dem Sheddach zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien bei.

Die vorgesehenen Raumgrößen der Technikbereiche sowie Schachtflächen bieten räumliche Reserven für Erweiterungen im Sinne des Planungszieles BNB Gold.
HTW U-Gebäude
Strehlener Straße
HTW U-Gebäude
1. Spatenstich (v.l.n.r.) Herr Hartmann, Prof. Janosch, Ministerin Dr. Stange, MPr. Kretschmer, Rektor Prof. Dr. Stenzel, Herr Haß, Frau Fiedler
HTW U-Gebäude
Eck-Detail
HTW U-Gebäude
Grünanlagen