BiologieCampus Gebäude 15.21 Forschungszentrum Jülich
AUSLOBER
Forschungszentrum Jülich GmbH

PROGRAMM
Labore, Büros, Seminar

BGF 8.700 qm
BWK 19.400.000 € brutto

LEISTUNG
1. Preis, Planungswettbewerb
LPh 2-9 HOAI

mit INNIUS GTD,
IPN Laborprojekt,
Rehwaldt LA

NACHHALTIGKEIT
BNB Zertifikat SILBER

2014-2021

Der Neubau des Gebäudes 15.21 präsentiert sich als kompakter, viergeschossiger Kubus mit geschossweise optimierter Funktionsabbildung und daraus resultierender Effizienz in Flächenverbrauch, Volumen, Versorgung und Arbeitsabläufen. Durch die Positionierung des Baukörpers bleiben sowohl die wesentlichen unterirdischen Leitungen als auch die Anlieferung des Bestands vom Neubau unberührt. Es entsteht eine Sequenz gut proportionierter, schachbrettartig verteilter Freiräume mit dem Kiefern bestandenen, grünen Platz als neuer Mitte. Hier hat der Neubau seinen Haupteingang und seine kommunikativ-öffentlichen Funktionen.

Das gebäudeinnere Pendant zum vorgelagerten Platz bildet ein tagesbelichtetes Atrium mit skulpturaler Wendeltreppe als Schnittstelle aller Bewegungsströme, Ausstellungsflächen, Seminarräume sowie frequentierter Nebenflächen wie Teeküche und Kopierraum. Die Entfluchtung verläuft hier durch die angrenzenden Büros, sodass aufwändige Brandschutzmaßnahmen entfallen können.

Grundsätzlich ist jede Arbeitsgruppe auf einem Geschoss untergebracht, sodass alle Büros ebenengleich mit den zugehörigen Laboren verbunden sind. Die Nebenflächen der Büros und die tageslichtunabhängigen Räume der Labore bilden einen zentralen Kern, der auf kurzen, optimierten Wegen von den jeweiligen Hauptfunktionen erreicht werden kann.

Neben der kompakten Gebäudeform und der effizienten Grundrissorganisation befördert auch die Funktionsverteilung nach Himmelsrichtung die gute Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit des Gebäudes. So sind im Süd-Osten und Süd-Westen die aus der Funktion heraus ohnehin klimatisierten Laborbereiche angeordnet. Brüstungen verringern hier den Verglasungsanteil und somit den solaren Eintrag. Auf der Nord-Ost- und Nord-Westseite befinden sich die nicht klimatisierten Büros, die durch höheren Verglasungsanteil optimal belichtet werden. Außen liegender Sonnenschutz aus Horizontallamellen ermöglicht die individuelle Steuerung des Lichteintrages. Durch die Anordnung der Lüftungstechnik als Dachzentrale entstehen kurze Leitungswege für die Zu- und Fortluftversorgung. Störende Lüftungsbauwerke im Außengelände entfallen und der Austausch von Komponenten wird problemlos möglich. Die übrige Technik befindet sich im Untergeschoss mit optimaler Anbindung an die Bestandsnetze für Fernwärme, Fernkälte, Elektro und Notstrom. Die vorgesehenen Technikbereiche und Schachtflächen bieten noch räumliche Reserven für spätere Erweiterungen im Sinne des Planungszieles BNB Silber.

Die Klimatisierung der Räume erfolgt über zentrale Fernwärme/Fernkälte. Gezielte Be- und Entlüftung, Wärmerückgewinnung, Nachtlüftungsanlage, Speichermassen-aktivierung, Sonnenlichtlenkung und der Einsatz Strom sparender Geräte und Beleuchtung ermöglichen die Unterschreitung der EnEV-Anforderungen zum Energiebedarf.
Bio Campus Jülich
schwarzes HolzkleidErik Wittbusch
Bio Campus Jülich
carbonisierte HolzelementeErik Wittbusch
Bio Campus Jülich
ReflektionErik Wittbusch
Bio Campus Jülich
EckdetailErik Wittbusch
Bio Campus Jülich
LageplanErik Wittbusch