Mehrfamilienhaus am Großen Garten
BAUHERR
WGJ Wohnungsgenossenschaft Johannstadt e.G.

PROGRAMM
Wohnen

BGF 6.300 qm
GBK 8.700.000 € brutto

LEISTUNG
2. Rang,
Generalplanerleistung
mit INNIUS GTD + LAP
LPh 2-9 HOAI

NACHHALTIGKEIT
KfW 55
NaWoh-Zertifizierung

2013 - 2016

Für den Baukörper des neuen Wohnhauses wurde eine H-Form gewählt, die aus drei Körpern zusammengesetzt erscheint. Der mittlere sechsgeschossige Teil wird von zwei fünfgeschossigen Flügelbauten gerahmt. Die Auflösung der Form ermöglicht eine städtebauliche Vermittlung zwischen den großformatigen Zeilenbauten der WGJ und der feineren Körnung der Villenbebauung östlich der Franz-Liszt-Straße. Damit erhält das Quartier der WGJ eine städtebaulich selbstbewusste Abrundung an der Kreuzung zur Querallee des Großen Gartens.
Das H-Haus ist wie die Zeilenbauten als eigenständiger Körper frei in den ringsum offenen Grünraum gestellt. Durch Zurücktreten von der Straßenecke und leichte Anhebung des Erdgeschosses wird die Privatsphäre der Erdgeschosswohnungen verbessert. Die H-Form ermöglicht den Erhalt von möglichst vielen Bestandsbäumen. Der Ginkgobaum markiert zwischen den beiden Gebäudeflügeln an der Franz-Liszt-Straße den Eingang zum Gebäude. Die Dachflächen sind extensiv begrünt.

Der Zugang erfolgt barrierefrei über eine flache Rampe. Direkt von außen ist hier der Fahrradabstellraum mit 58 Stellplätzen erreichbar. Zudem befindet sich ein Abstellraum für Kinderwagen neben dem Eingangsbereich. Das großzügige natürlich belichtete Treppenhaus ist mit einem Glasaufzug und einem Luftraum über alle Geschosse ausgestattet. Somit sind alle Wohnungen, die 44 Stellplätze in Vierfachparkern und die wohnungsbezogenen Abstellräume im Untergeschoss barrierefrei erreichbar.

Das Gebäude bietet Platz für 43 Wohnungen. Die H-Form ermöglicht für alle Wohnungen einen Ausblick in den Großen Garten und eine zweiseitige Ausrichtung. Alle Wohnungen verfügen über Loggien oder Dachterrassen sowie Bäder und WCs mit der geforderten hohen Ausstattung. Die Abstellräume sind z.T. als Hauswirtschaftsräume ausgebildet oder als Nische im Flurbereich.

Das Gebäude ist als Massivbau mit tragenden Außenwänden aus Stahlbeton und tragenden und nichttragenden Wänden aus Mauerwerk ausgeführt. Die Fassade wird mit einer hellen Ziegelvorsatzschale verkleidet. Durch Versatz einer jeden zweiten Ziegelreihe wird der Sockelbereich betont. Die Brüstungen bestehen aus einem massiven Teil von 50 cm Höhe. Im Bereich der Loggien und der Panoramafenster wir diese ergänzt durch eine leichte transparente Brüstung, so dass auch von den tieferen Sitzpositionen ein großzügiger Ausblick gewährleistet ist. Alle Fenster sind mit einem außen liegenden Sonnenschutz aus semitransparentem Screenstoff ausgerüstet.

Bei der Planung wurde hoher Wert auf die Minimierung der Nutzungskosten gelegt. Durch die geringe Hüllfläche ist es möglich, mit dem Ziegel ein höherwertiges und wartungsarmes Fassadenmaterial zu verwenden. Die kompakte Bauform erleichtert die Umsetzung hoher Energiestandards. Die Fenster erhalten Dreifachverglasung, die auch hohen Schallschutz bieten. Durch den Einsatz von nur einem Lift und die Vermeidung eines innenliegenden Treppenhauses werden die Gebäudenutzungskosten weiter minimiert.
Tiergartenstrasse
Blick aus dem ParkLothar Sprenger
Tiergartenstrasse
Backsteinfassade mit GesimsbändernFoto Lothar Sprenger
Tiergartenstrasse
Ansicht vom HofFoto Lothar Sprenger
Tiergartenstrasse
TiergartenstraßeFoto Lothar Sprenger
Tiergartenstrasse
Franz-Liszt-StraßeFoto Lothar Sprenger
Tiergartenstrasse
Eingang im EhrenhofFoto Lothar Sprenger
Tiergartenstrasse
Eingangshalle - AtriumFoto Lothar Sprenger
Tiergartenstrasse
Eingangshalle - AtriumFoto Lothar Sprenger
Tiergartenstrasse
Vorraum zu den WohnungenFoto Lothar Sprenger
Tiergartenstrasse
Wohnzimmer und LoggiaFoto Lothar Sprenger
Tiergartenstrasse
Torsituation zum Großen GartenFoto Lothar Sprenger
Tiergartenstrasse
Torsituation zum Großen GartenFoto Lothar Sprenger